EINST GARAGENFIRMA - HEUTE MARKTÜHRER IN DER REGION

In diesem Jahr feiert die Kramer GmbH ihr 50-jähriges Firmenjubiläum. Im Gespräch mit der Heilbronner Stimme blickt der heutige Geschäftsführer und Inhaber des Unternehmens Ralf Kramer auf die Anfänge zurück und wagt einen Ausblick in die Zukunft. 1968 gründete Hans-Peter Kramer mit seiner Frau Theresia eine Reinigungsfirma. Firmenstätte war eine Garage in Massenbachhausen. Nach seinem Tod 1980 führt seine Frau die Geschäfte weiter. 1990 trat Ralf Kramer dann in die Firma ein. Das Unternehmen hatte damals 25 Mitarbeiter. Zwischenzeitlich ist die ehemalige Garagenfirma in Heilbronn Böckingen ansässig und mit ihren mehr als 700 Mitarbeitern Marktführer in der Region.

2013 kaufte das Familienunternehmen die einstigen Räumlichkeiten des Hifi Spezialisten Harman Deutschland und sanierte das Gebäude anschließend vollständig. Bei dem Umbau wurde nicht nur darauf geachtet, dass das Gebäude dem neuesten Stand der Technik entspricht, sondern auch darauf, dass auch alle denkbaren Maßnahmen hinsichtlich ökologischer Bewirtschaftung berücksichtigt wurden. Der Umzug war eine einmalige Chance diesen Standard herzustellen. „Bereits in Massenbachhausen wurde ständig erweitert und modernisiert, aber irgendwann sind wir an unsere Grenzen gestoßen“, so der Geschäftsführer.

Nicht nur die Geschäftsräume wurden ständig erweitert, auch die Tätigkeiten des Unternehmens erweiterte sich fortlaufend. Am Anfang stand die Gebäudereinigung. Mit dem Wunsch der Kunden, mehrere Dienstleistungen aus einer Hand zu beziehen, wuchs auch das Dienstleistungsportfolio. Zwischenzeitlich ist Kramer ein Komplett-Anbieter für das Gebäudemanagement und in der Lage eine Immobilie ganzheitlich zu bewirtschaften. „Wir sind stolz drauf, alle Leistungen mit fest angestellten Mitarbeitern ausführen zu können. Dies wurde nur möglich durch den Zukauf der Firma WIG GmbH, welche den Bereich des Technischen Gebäudemanagements, wie Sanitär, Heizung, Klima und Wasser, abdeckt“, so Ralf Kramer. Auch den regionalen Tätigkeitsradius hat man erweitert. Als 2014 die David Ebert GmbH, ein Mitbewerber des Unternehmens, in Insolvenz geriet, kaufte man diesen auf. Hierdurch konnten mehr als 100 Arbeitsplätze in der Region erhalten werden. Zwischenzeitlich ist die Ebert GmbH vollständig integriert. Zudem konnte Kramer in den Regionen Sinsheim bis Mannheim seine Infrastruktur deutlich ausbauen und verbessern. Somit reicht das Einzugsgebiet nun von Stuttgart bis Mannheim und zur nördlichen und östlichen Landesgrenze.

Für die Zukunft sieht sich das Unternehmen gut aufgestellt. „Wir haben viele renommierte Kunden aus unterschiedlichen Branchen, welche uns schon seit Jahrzehnten die Treue halten“, so der Unternehmer. Dies führt Kramer darauf zurück, dass die Qualität der Dienstleistungen immer an oberster Stelle steht, was aber nur mit qualifiziertem und motiviertem Personal zu erreichen ist. Hierzu wurde eigens ein Schulungszentrum in der Firmenzentrale eingerichtet. Um auch weiter wachsen zu können, bedarf es im Unternehmen an zusätzlichem Personal, angefangen bei den ausführenden Kräften bis hoch zur Geschäftsleitung. Hier sieht der Geschäftsführer von Kramer die Herausforderung für die nächsten Jahre. Aus Sicht der Arbeitgeber ist der Arbeitsmarkt quasi leergefegt. „Zudem konkurrieren wir als mittelständisches Unternehmen hier um Arbeitskräfte mit zahlreichen Konzernen und Weltmarktführeren anderer Branchen, was die Situation nicht einfacher macht“, meint Ralf Kramer. Aber Kopf in den Sand stecken gab es für den Unternehmer noch nie und wird es auch in Zukunft nicht geben. Daher wurde eine zusätzliche Stelle im Unternehmen geschaffen, die sich ausschließlich um den schwierigen Part der Personalakquise kümmert. Zwischenzeitlich haben sich hierdurch auch schon erste Erfolge eingestellt und interessante Projekte entwickelt. So wurde kürzlich ein Video fertiggestellt, welches auf der Webseite des Unternehmens sowie auf anderen Kanälen wie Facebook und YouTube helfen soll, Mitarbeiter für das Unternehmen zu gewinnen.

Das Unternehmen betrachtet ständig, welche Neuerungen gerade im Bereich der Gebäudereinigung Personal entlasten kann. 4.0, die Digitalisierung, wird auch in der Gebäudereinigung und in den anderen Bereichen, in welchen das Unternehmen tätig ist, Einzug halten, da ist sich Ralf Kramer sicher. Beispielsweise sind Tests mit autonom fahrenden Scheuersaugautomaten, welche für die großflächige Bodenreinigung eingesetzt werden können, schon weit vorangeschritten. „Man werde das Thema intensiv verfolgen, frühzeitig reagieren und auch investieren, wenn diese in Serie kommen“, so der Geschäftsführer. „Diese Techniken werden Arbeitskräfte in unserer Branche unterstützen und deren Arbeit entlasten aber nicht ersetzen. Wir brauchen auch in Zukunft noch sehr viel mehr Mitarbeiter, gerne auch branchenfremd - also bitte bewerben!“, ergänzt Ralf Kramer.
 

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